Aug 12
11
Mantis ist ein beliebtes und verbreitetes Bugtracking-System. Während es “out-of-the-box” schon ziemlich mächtig ist und viele Funktionen bietet, lässt es sich mit einigen Tricks und Kniffen nochmal ordentlich aufbohren. Eine Einschränkung, die man auf diese Weise umgehen kann, ist der Ticket-Status. Während Mantis von Haus aus Status wie “neu“, “anerkannt” oder “erledigt” bietet, möchte man dies mitunter doch um eigene Status wie “bereit zum Testen” erweitern.
Leider gibt es dafür nicht nur eine zentrale Stelle, an der alles konfiguriert werden könnte, drum biete ich hier eine Schritt für Schritt-Anleitung anhand eines fiktiven Beispiels.
Wir möchten also nun eine neue Reihenfolge der Status eines Tickets einbauen. Diese sei “neu“, “Rückmeldung“, “zugewiesen“, “in Arbeit“, “bereit zum Testen“, “erledigt” und “geschlossen“.
Hierzu ergänzen wir zunächst die Datei “config_inc.php” um folgende Zeile:
$g_status_enum_string = '10:new,20:feedback,50:assigned,60:inprogress, 70:tobetested,80:resolved,90:closed';
Als nächsten ergänzen wir die Datei “custom_strings_inc.php“. Ist diese noch nicht vorhanden, legen wir sie an. Dort schreiben wir dann folgendes rein:
$s_status_enum_string = '10:neu,20:Rückmeldung,50:zugewiesen,60:in Arbeit,70:Bereit zum Testen,80:erledigt,90:geschlossen';
/* Der Status "inprogress" wurde in der Datei "config_inc.php" eingeführt! */
$s_inprogress_bug_button = "In Arbeit";
$s_inprogress_bug_title = "Setze Status auf In Arbeit";
$s_email_notification_title_for_status_bug_inprogress = "Dieses Ticket ist in Arbeit.";
/* Der Status "tobetested" wurde in der Datei "config_inc.php" eingeführt! */
$s_tobetested_bug_button = "Zu Testen";
$s_tobetested_bug_title = "Setze Status auf Zu Testen";
$s_email_notification_title_for_status_bug_tobetested = "Dieses Ticket ist bereit zum Testen.";
$s_my_view_title_tobetested = "Zu Testen";
Bietet man eine mehrsprachige Installation an, muss man in dieser Datei auch nach aktueller Sprache unterscheiden. Das sieht dann in etwa so aus:
if (lang_get_current() == 'german') {
$s_tobetested_bug_button = "Zu Testen";
}
else {
$s_tobetested_bug_button = "to be tested";
}
Zuletzt müssen wir im Verwaltungsmenü von Mantis noch eine Einstellung unter “Konfiguration verwalten” vornehmen. Hier ist der Eintrag “set_status_threshold” zu bearbeiten, und zwar müssen die Werte “30″ und “40″ entfernt werden. Warum? Ganz einfach, diese Einträge stehen für “acknowledged” und “confirmed“, beide haben wir aus dem System entfernt.
An dieser Stelle wären wir nun fertig. Doch was bringt es, einen neuen Status “zum Testen bereit” einzuführen, wenn ich nicht auf einen Blick sehen kann, welche Tickets zum Testen sind? Sorgen wir also noch dafür, dass alle Tickets mit dem Status “zum Testen bereit” im Dashboard (oder “Übersicht“) auftauchen.
Dazu müssen wir wieder ins Verwaltungsmenü unter “Konfiguration verwalten“. Hier tragen wir einen neuen Wert ein. Dieser hat den Namen “my_view_boxes” und den Typ “complex“. Natürlich soll er für alle Projekte und für alle Nutzer gleich sein. Folgenden Wert tragen wir dazu ein:
array (
'assigned' => '1',
'tobetested' => '2',
'unassigned' => '3',
'reported' => '4',
'resolved' => '5',
'recent_mod' => '6',
'monitored' => '7',
)
Die Zahl in diesem Array gibt die Position des Abschnitts im Dashboard an. Ich habe “zum Testen bereit” soweit nach oben geschoben, dass die entsprechende Box garantiert gesehen wird. Eigentlich könnten wir an dieser Stelle fertig sein, doch leider ist Mantis hier ziemlich unkonsequent. Zwar kann man recht bequem neue Status einführen, und auf der “Übersicht“-Seite die Reihenfolge der System-Status ändern, doch welche Status angezeigt werden können ist hart kodiert. Wollen wir unseren “zum Testen bereit“-Status anzeigen, müssen wir also leider auch noch den Code von Mantis anfassen. Das ist aber gar nicht schwer.
Folgende Anpassungen müssen in der Datei “my_view_inc.php” gemacht werden. Scrollt man hier etwas nach unten findet man schnell das Array “$c_filter“, das mit allerlei Werten gefüttert wird. Wir suchen uns nun einfach den Eintrag von “$c_filter['resolved']“, und kopieren ihn schamlos, und geben die Kopie als unsere eigene aus, in dem wir sie statt dessen “$c_filter['tobetested']” nennen. Und weil es so schön war, machen wir das gleich noch mit “$url_link_parameters['resolved']“!
Nun haben wir unser Ziel fast erreicht. Innerhalb der von uns neu geschaffenen Zuweisung zu “$c_filter['tobetested']” findet sich folgende Zuweisung:
FILTER_PROPERTY_STATUS_ID => Array(
'0' => $t_bug_resolved_status_threshold,
),
Daraus machen wir nun:
FILTER_PROPERTY_STATUS_ID => Array(
'0' => 70, // Diese ID haben wir dem Status "tobetested" ganz am Anfang gegeben!
),
In “$url_link_parameters['tobetested']” machen wir aus der Variable “$t_bug_resolved_status_threshold” ebenfalls zweimal die “70″. Man könnte natürlich auch eine Variable “$t_bug_tobetested_status_threshold” in die “config_inc.php” schreiben, aber so kurz vorm Ziel drücken wir einfach mal beide Augen zu.
Und das war es auch schon. Unser Mantis Bugtracker wurde um zwei Status ergänzt und wir haben die “Übersicht”-Seite erweitert, um einen der neuen Status anzuzeigen. So schwer war es doch gar nicht!
Ich gebe zu, der Satz “um eigene Status erweitern” hört sich etwas holprig an. Mein Favorit für den Plural von Status wäre “Stati”. Doch der Duden lehrt: Der Plural von “der Status” heißt “die Status”. Und da man täglich ein bisschen was lernen sollte, war dies meine eigene Lektion für heute.
Jul 12
2
Ich bin erschrocken über die Ignoranz oder Gleichgültigkeit vieler Menschen.
Auf dem Bürgersteig hält sich ein Mann an einem Laternenpfahl fest. Er sackt langsam, fast in Zeitlupe, zusammen und liegt ausgestreckt quer über dem Bürgersteig.
Ein Auto fährt vorbei, der Fahrer gafft. Ein zweites Auto fährt vorbei, der Fahrer gafft. Ein drittes Auto fährt vorbei, beinahe knallt der Fahrer gaffend in den noch immer gaffenden Vordermann. Ein Radfahrer donnert vorbei und flucht laut. Eine Frau mit Kinderwagen weicht über die Straße aus und schiebt ihr zweites Kind dabei noch weiter auf die Straße, weg von dem bösen Mann, der nun versucht, sich aufzusetzen, was ihm nicht gelingt. Aus der Tankstelle, vor der der Mann liegt, schaut man sensationsgierig aus dem Fenster.
Endlich bietet sich auf der vierspurigen Straße eine Gasse, ich überquere die Straße. Der Mann kann nicht aufstehen, brabbelt nur vor sich her, seine Wunden an den Beinen zeigen, dass er gerade nicht zum ersten Mal hingefallen ist. Ich weiß mir und ihm auch nicht zu helfen und rufe den Rettungsdienst. Quälend lange versuche ich den Mann dazu zu bewegen, einfach sitzen zu bleiben, statt ständig zu versuchen aufzustehen und wieder hinzufallen.
Weitere Passanten und Radfahrer laufen vorbei, tuscheln, schimpfen. Nach helfen ist keinem zumute, lieber hat man gute Ratschläge zur Hand. “Der soll halt nicht so viel saufen” [Alkohol konnte ich nicht riechen]. “Pass auf dass du dich nicht ansteckst” [Ich werd ihm schon nicht die blutenden Wunden ablecken]. “Platz da ihr Idioten, müsst ihr das unbedingt auf dem Radweg machen” [Ja!].
Wie sehr sich drei Minuten zur Ewigkeit dehnen können, wenn man eigentlich gar nicht weiß, was man machen soll. Immerhin weiß ich nun, gut drei Minuten dauert es in Bamberg, bis 2 Polizeistreifen, 1 Notzarzt und 1 RTW fast zeitgleich vor Ort sind, wenn jemand Hilfe braucht. Und das im Feierabendverkehr.
Und eigentlich möchte ich gar nicht über jene Schimpfen, die nicht helfen wollten oder konnten, sondern nur jenen Danke sagen, für die das Helfen ein solches Alltagsgeschäft ist, dass sie gar nicht mehr wahrnehmen, wie schwer es für Otto Normalhorst sein kann, genau das zu tun.
Danke.
Jun 12
21
Jun 12
20
Tja, dieses Jahr habe ich genau nada gewonnen. Die letzten Jahre war ja zumindest irgendein Tinnef dabei, aber dieses Jahr rein gar nix. Nichts, Nada, Njiet, Niente. Nichtmal ein “5 Euro Nachlass wenn sie für mindestens 150 Euro einkaufen”-Gutschein, die es im letzten Jahr noch zu Genüge gab.
Immerhin hatte ich noch einen Gummibärchen-Adventskalender, so hab ich jeden Tag zumindest eine Kleinigkeit bekommen
Und zu Weihnachten? Ein Präsent gab es, Trekkingstöcke, wenn die Cache-Touren mal wieder etwas schwieriger werden
Danke, DemonTed.
Ganz auf Geocaching getrimmt sind auch die Weihnachtsgeschenke, die ich mir selbst gemacht habe
Zum einen habe ich mir ein Abo des Geocaching Magazins gegönnt. Das Magazin berichtet über interessante Geocaching-Regionen, über die neuesten Trends bei GPS-Geräten, über Verschlüsselungstechniken und vieles mehr.
Außerdem habe ich mir allerlei Zubehör für meinen ersten eigenen Nachtcache gegönnt. Reflektorfolie, wie sie normalerweise auf LKWs zu finden ist, spezielle Haftkleber, verschiedene Dosen und Behältnisse und technische Spielereien. Ich will einen kurzen Nachtcache für Kinder bauen. Derzeit schwebt mir als Thema ein Einsatz für Agent P – Perry, das Schnabeltier vor. Wer es nicht kennt: Phineas und Ferb
Als letztes Geocaching-Weihnachtsgeschenk habe ich noch in diesem Jahr die 250 Funde vollgemacht. Damit ist wieder eine Achievement-Coin fällig. Damit ist leider Bamberg völlig ausgelutscht, hier gibt es keine Caches mehr in Bamberg für mich zu finden. Schon gestern musste ich mit dem Zug fahren, um überhaupt noch Dosen zu finden.
Bamberger, strengt euch an, legt mehr Dosen!
Dez 11
16
Viele, die sich schon einmal mit der Entwicklung von Internetseiten beschäftigt haben, kennen das Problem. Irgendwann ist das entwickelte Angebot erfolgreich, viele Menschen wollen sich die Seiten ansehen, das Angebot nutzen. Und genau so wie eine Bäckerei ab einer gewissen Kundenzahl ans Expandieren denken muss, müssen dies auch die Anbieter von Internetseiten irgendwann tun. Der Bäcker wird sich nun überlegen, eine größere Backstube zu bauen und Filialen zu eröffnen. Und der Serverbetreiber? “Der stellt einfach einen zweiten Server hin!” denken viele. Doch ganz so einfach ist es dann doch nicht. Wie soll denn der Nutzer des Angebotes wissen, dass es nun einen zweiten Server gibt? Es muss also einen Mechanismus geben, der sich darum kümmert. Spätestens aber wenn ein Datenbankserver am Ende der Leistungsfähigkeit angekommen ist, wird es komplizierter.
Gestern hatte ich das Vergnügen, im Rahmen einer Fortbildung von IT-Lehrern einen Talk über Browsergames halten zu dürfen. Einer der Schwerpunkte war die technologische Entwicklung vom Hobbyprojekt hin zu einem Anbieter, der über 35 Millionen Spielerkonten in seinen Spielen zählen kann. Ein klassisches Hochlast-Angebot also. Leider konnte ich die Details gar nicht wirklich erläutern, da die Zeit recht knapp war. Aber bei der Erstellung der Präsentation zu diesem Talk ist mir erst einmal bewusst geworden, was wir in den letzten Jahren tatsächlich vollbracht haben. Im Alltagsgeschäft verliert man gerne den Blick für das Gesamtprojekt, man verliert sich oft in Details. Und so war ich doch selbst erstaunt als ich mit der Präsentation fertig war und gesehen habe, was wir mittlerweile erreicht haben.
Außerdem macht so ein Bild doch mächtig was her, nicht wahr?
Dez 11
12
Aus der Rubrik “Blöde Frage, passende Antwort” heute:
“Regnet’s?” – “Nein, die Nachbarn haben einen neuen Pool aufgestellt und ich durfte ihn als Erster testen. In Klamotten.”
Dez 11
6
…aber wenn wir mal ehrlich sind, dann sind es eigentlich ja nichtmal Fehler, sondern nur “Warnungen”. Wovon ich rede? Derzeit bin ich bemüht, meine Arbeitsweise und die meiner Kollegen besser zu strukturieren. Der erste Anhaltspunkt ist dabei natürlich, dass alle die gleiche “Sprache” sprechen, und sich an einen gemeinsamen Stil gewöhnen und halten. Ohne eine derartige Vorgabe haben Programmierer nämlich die Eigenschaft, sich ihren eigenen Stil anzugewöhnen, der, ähnlich wie eine Handschrift, für jeden Programmierer fast einzigartig ist. Und jeder der schon einmal versucht hat, anderer Leute Handschrift zu kopieren, und dabei nicht grade ein Künstler ist, der in einem Animationsstudio arbeiten könnte, weiß wie schwer es sein kann, die richtigen Nuancen zutreffen. Und so ist es auch bei Programmierern. Bis sich ein Programmierer in die Handschrift eines anderen eingearbeitet hat vergehen schon mal ein paar Stunden, bei komplexen Projekten sogar Tage, bis er sich halbwegs im Projekt zurecht findet. Und genau daher ist es nötig, dass alle Programmierer die gleiche Handschrift haben.
Und genau diese Handschrift festzulegen, das ist die Aufgabe, der ich mich derzeit verschrieben habe (Ja, ich weiß, ich hab Urlaub, blablabla). Es gibt viele Tools, die Entwickler dabei unterstützen zu prüfen, ob Regeln, die diese Handschrift beschreiben, eingehalten werden. Und aus einem solchen Tool stammt die erstaunliche Zahl von 1,29 Fehlern pro Zeile.
Für den Nicht-Programmierer sei kurz beschrieben, was da steht. Der Ausschnitt besagt, dass im geprüften Code genau 17.400 Zeilen Quelltext sind, der ausführbar ist, also Teil des Programms. Weitere 6.931 Zeilen sind Kommentare, in denen der Programmierer seine Arbeit dokumentiert hat. Diese sind aber für die Berechnung gar nicht relevant. Wir haben also 17.400 Zeilen ausführbaren Quellcodes. In diesen Zeilen sind insgesamt 22.412 Warnungen, dass sich nicht an die vorgegebene Handschrift gehalten wurde. Das ist absoluter Rekord!
Gut, an dieser Stelle muss ich natürlich zugeben, diese große Menge an Warnungen kommt daher, dass hier ein Standardsatz an Beschreibungen verwendet wurde, und noch kein angepasster Satz, der unseren allgemeinen Stil beschreibt. Trotzdem finde ich es erstaunlich, dass eine solche Zahl produziert werden kann. Und bei diesen 17.400 Zeilen handelt es sich nur um einen kleinen Ausschnitt aus einem Projekt, nämlich um den zentralen Kern von Kapi Hospital. Meine nächste Aufgabe wird also sein, den korrekten Beschreibungssatz für unseren Stil zu bestimmen. Und dann mit hoffentlich wesentlich weniger Fehlern einen Schritt weiter gehen zu können…
Dez 11
4
Vor ziemlich genau einem Jahr habe ich schonmal über meine Affinität zu Adventskalender-Gewinnspielen berichtet. Und auch dieses Jahr starte ich alltäglich den Wahnsinn um, in diesem Jahr, an 53 Gewinnspielen teilzunehmen. Auch heuer bin ich damit eine gute Stunde beschäftigt, auf die Rätsel des Adventure-Treffs verzichte ich dieses Jahr. Macht in 2011 also rund 53 * 24 = 1.272 Gewinnspielteilnahmen.
Bisher habe ich noch nichts gewonnen, im letzten Jahr ja immerhin eine Kinokarte und einen Gutschein für ein Fotobuch. Aber der Dezember ist ja auch erst 3 Gewinnspieltage alt
Mein liebster Adventskalender dieses Jahr ist natürlich der vom Playboy, da hats so schöne, ähm, Türchen!
Etwas gewinnen könnt ihr übrigens beim Kapi Hospital Kinderlachen. Aber das ist eine andere Geschichte, auf http://de.kapihospital.com [Eigenwerbung darf auch mal sein
]
Seit einiger Zeit vertreibe ich mir meine spärliche Freizeit ja mit Geocaching. Doch mittlerweile is mir das Finden von Dosen nicht mehr genug, daher lege ich sie nun auch selbst aus. So wie die
Bamberger Rätselstunde
Deine Aufgabe? Löse das Rätsel!
Um es übersichtlicher zu machen habe ich das Rätsel und die Wortliste hier als PDF abrufbar gemacht. Mittels HTML kodiert sieht das ganze nicht so gut aus :/
Wortgitter: Download (pdf; 19kB)
Wortliste: Download (pdf; 24kB)